Blickrichtung Horizont: Stressreduktion durch Resilienz

Blickrichtung Horizont: Stressreduktion durch Resilienz

– Blickrichtung: Horizont –

Unser Thema heute:

Wie Führungskräfte herausfordernde Situationen meistern und aus ihnen lernen können

Die Antwort der positiven Psychologie auf die Frage nach Stressreduktion lautet: Resilienz. Die Fähigkeit, sich in belastenden Situationen an die gestellten Anforderungen anzupassen. Sie ist dynamisch und situationsabhängig, in der einen Situation gelingt die Anpassung, während sie in einer anderen Situation misslingt.
Wie Führungskräfte vorgehen können, wenn ihnen eine Herausforderung bevorsteht, haben Förster und Duchek in einem dreistufigen Prozess für Führungskräfte abgebildet – dem Resilienzprozess.

Die erste Phase ist die Vorbereitungsphase. Diese läuft idealerweise vor der herausfordernden Situation ab. Hier ist es entscheidend, positive Beziehungen sowie Fach-, Methoden- und Sozialkompetenzen aufzubauen, um bestmöglich gerüstet zu sein.
Während der Krise, in der zweiten Phase, ist es wichtig, realistisch optimistisch zu bleiben, also die Situation angemessen einzuschätzen und davon auszugehen, dass man erfolgreich aus ihr hervorgehen kann. Analytisches Denken und strukturiertes Vorgehen helfen hier dabei, den Überblick zu behalten. Probleme und notwendige Verhaltensweisen sollten priorisiert werden, da nicht alle Brände gleichzeitig gelöscht werden können. Auch klare Grenzen zu setzen und „Nein“ zu sagen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern dient dem gesunden Selbstschutz.
Nach der Krise, in der dritten Phase, sollte die Anpassung vollzogen werden: Die Lernerfahrungen werden reflektiert, sodass das Verhalten bei zukünftigen Krisen angepasst werden kann.

Viele dieser Verhaltensweisen trainieren wir auch in unserem Planspiel für Führungskräfte. In diesem stellen sich die Führungskräfte herausfordernden Situationen, in denen sie sowohl die Aufgabenerfüllung sicherstellen als auch ihren Mitarbeitenden gerecht werden müssen. Durch den hohen Zeitdruck gelingt es, Automatismen im Führungsverhalten zu identifizieren und im Feedback zu thematisieren. Es zeigt sich schnell, in welchen Situationen die Anpassung gut gelingt und welche als besonders schwierig empfunden werden. So können die Teilnehmenden ihr eigenes Verhalten und ihre Wirkung auf andere mit unserer Unterstützung reflektieren und bekommen Tipps für diejenigen Situationen, in denen ihnen die Anpassung noch nicht so leichtfällt.
Am Ende stehen Führungskräfte, die gerüstet sind für einen Führungsalltag, in dem sie sich auch in herausfordernden Situationen gut anpassen und so Stress vermeiden können.

Weitere Informationen und eine detailliertere Beschreibung des Resilienzprozesses nach Duchek und Förster findet ihr auch in der aktuellen April-Ausgabe des Fachmagazins „Personalführung“.

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