Blickrichtung Horizont: Perfektionisten als Mitarbeitende

Blickrichtung Horizont: Perfektionisten als Mitarbeitende

– Blickrichtung: Horizont –

Peter Krumbach-Mollenhauer im Gespräch mit „Deloitte“:

Perfekt ist gerade gut genug – Was tun, wenn Mitarbeitende sich in Details verlieren?

Klingt doch verlockend: Mitarbeitende, die man eher bremsen muss, die sich gerne noch einmal mehr an die Aufgabe setzen und sicherstellen, dass das Ergebnis bei 100% liegt.

Das Streben nach Perfektion im Arbeitsalltag kann positiv sein, nimmt es jedoch Überhand, ist nicht nur das Zeitmanagement gefährdet. Auch ein Blick auf die Kosten-Nutzen-Relation zeigt, dass diese Arbeitsweise nicht effizient ist. Peter Krumbach-Mollenhauer führt im Interview mit dem „Corporate Governance Forum“ aus, wie man mit Mitarbeitenden umgehen kann, die einen Hang zur Perfektion zeigen.

Entscheidend ist dabei die Problemeinsicht. Perfektionisten fühlen sich im Recht. Die Aufgaben sind wichtig und sollten natürlich bestmöglich bearbeitet werden. Herr Krumbach-Mollenhauer empfiehlt deshalb, einen Perspektivwechsel anzustoßen. Ziel ist es, den Perfektionisten zu verdeutlichen, dass nicht jeder den gleich hohen Anspruch hat und viele auch „mit einem 90-prozentigen Ergebnis zu 100% zufrieden“ sein können. Hilfreich ist an dieser Stelle Feedback aus möglichst vielen Perspektiven, beispielsweise mittels unseres 360° Feedbacks, bei dem sowohl Mitarbeitende als auch Kollegen und Vorgesetzte Feedback geben können.

Im direkten verbalen Feedback ist es wichtig, konkrete Situationen vor Augen zu haben, auf die man sich beziehen kann, die Auswirkungen und dadurch ausgelöste Gefühle zu schildern sowie Erwartungen bzgl. Veränderungen deutlich zu kommunizieren. Diesen essenziellen Aspekten von gutem Feedback liegen Modelle wie das Wertequadrat oder die SAG-ES-Formel zugrunde, welche in unseren Leadership Trainings und Planspielen erlernt und geübt werden können.

Vergessen sollte man aber auch nie, dass das Streben nach Perfektion auch positive Aspekte birgt: Genauigkeit und Detailverliebtheit sind Eigenschaften, die wertvoll sind und dies sollte auch Perfektionisten vermittelt werden. Nur das „zu viel“ sollte mit den Tipps von Herrn Krumbach-Mollenhauer reduziert werden. Für einen angemessenen Aufwand pro Aufgabe und entspanntere Projektabschlüsse.

Das ganze Interview mit weiteren Aspekten finden Sie in der aktuellen Juni-Ausgabe des Fachmagazins „Corporate Governance Forum“ von Deloitte unter der Website: https://www2.deloitte.com/…/corporate-governance-assurance.…

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